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Murgleiter

Die Murgleiter – was für eine Tour! Drei Tage mit 2600 Höhenmetern von Gernsbach in den Wanderhimmel von Baiersbronn, und das bei Niesel und Nebel. Eine Herausforderung für meine Himmelfahrtswanderer! Doch ich bin stolz auf sie: Sie haben es geschafft, (fast) immer bei guter Stimmung, wenn auch nicht ganz ohne Blessuren. Jetzt erst recht: Glückwünsche!

Meine tapfere Wandertruppe, gut gerüstet gegen Niesel und Nebel. Foto: Silke Kluth

Die erste Etappe von Gernsbach nach Forbach ist ein wahr gewordener Wandertraum. Auf dem Weg durch attraktive Mischwälder, an Felsen vorbei und entlang romantischer Heuhüttenwiesen lassen die gut 1000 Höhenmeter leicht bewältigen.

Der Verlauf am zweiten Tag von Forbach nach Schönmünzach wartet mit einem lustigen Waldlehrpfad und eindrucksvoller Wasserkraft auf, führt jedoch leider oft über breite Forstautobahnen.

Kühl, aber idyllisch: Vesperpause am Huzenbacher See. Foto: Silke Kluth

Dafür entschädigt die dritte Etappe von Schönmünzach nach Baiersbronn. Ab dem Huzenbacher See wird es abenteuerlich mit kniffligen Kletterpfaden hinauf zum einmaligen Seeblick. Durch typischen schwarzwälder Fichtenwald geht es mit großartigen Aussichten und teils durch quatschig-matschige Hochmoore Baiersbronn entgegen.

Geschafft: 66 Kilometer und 2600 Höhenmeter in drei Tagen! Foto: Friedrich Kluth

Im idyllischen Tonbachtal muss eine Entscheidung fallen: noch 3,5 km geradeaus oder 4,5 km zum Murgleiter-Wanderportal? Halten Sie durch! Statt über Asphalt entlang der Straße führt der Endspurt auf der Murgleiter über Wald- und Waldrandwege genau dahin, wo man hinmöchte – zum Bahnhof Baiersbronn. Der “Umweg” lohnt sich also.

Als Unterkünfte möchte ich wärmstens empfehlen:

In Forbach: Pension Gerbes. Wanderer werden herzlichst empfangen und, falls nötig, mit Zeitung zum Ausstopfen der durchnässten Wanderstiefel versehen. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt!

Für das Abendessen habe ich im Jägerstüble/Friedrichshof eine gute Erfahrung gemacht: Für jeden was dabei, schnell serviert, lecker gekocht, alle zufrieden!

In Schönmünzach: Hotel Carola. Die Zimmer sind zwar reichlich winzig. Dafür ist die Wirtin ein echtes Original, flott, witzig und kompetent, und der Wirt kocht prima.

In Baiersbronn: Hotel Pappel. Schöne Zimmer, sehr nette und persönliche Betreuung, eine leckere Speisekarte und ein toller Koch. Für die müden Knochen gibt es eine Sauna und einen Whirlpool.

Nicht zu vergessen: das vorbildliche Wanderinformationszentrum Baiersbronn. Schon bei der Planung war Frau Wörner sehr hilfreich. Zu meinem Erstaunen ist das Zentrum auch am Sonntag Morgen geöffnet. Herr Stoll schlug mir dann genau die richtige Abschlusstour für meine strapazierten Himmelfahrtswanderer am vierten Wandertag vor. Herzlichen Dank!


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Geschrieben von Silke am 19. Mai 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Murgleiter | 3 Kommentare