Archiv für die Kategorie 'Empfehlungen'

Du suchst im Moment im Archiv von .

Steigerwald Panoramaweg

Vom Bahnhof geht's direkt ins Grüne. Foto: Dörte Kluth

Eine wunderbare Wanderentdeckung: Der Steigerwald Panoramaweg ist seit 2009 als Premiumweg zertifiziert. Völlig zu Recht!

Tanz der Akeleienblüten. Foto: Dörte Kluth

Der Weg führt in neun Etappen von Bad Windsheim nach Bamberg. Wer Lust auf alte Kulturlandschaften, abwechslungsreiche Natur hat – mal feucht, mal trocken, mal Laubwald, mal Wiese –, kommt hier auf seine Kosten. Besonders Botanikfans und Insektenliebhaber (wie ich) finden sich hier im reinsten Raritätenparadies. Vor lauter Gucken kommt man zuweilen gar nicht richtig voran.

Seltener Anblick: Osterluzei. Foto: Silke Kluth

Bockkäfer auf wilden Rosen. Foto: Silke Kluth

Mit dem Steigerwald Panoramaweg hat sein “Erfinder” Konrad Lechner, der auch den Hikeline Wanderführer dazu schrieb, ein Denkmal gesetzt. Zwar betont er bescheiden, bei der Wegführung habe sich auch der Steigerwaldclub große Verdienste erworben. Dort jedoch gilt er als “Übervater des Panoramawegs”, und das spricht für sich. Die Wanderung trägt seine Handschrift. Das heißt, er hält sich nicht nur an bereits vorhandene Pfade und Wege, sondern er führt immer wieder auch einmal zwischen Feld und Waldrand, zwischen Reben und Waldrand oder sogar mitten über Wiesen.


Traumpfade im Steigerwald. Foto: Dörte Kluth


Für Abwechslung sorgen auch die vielen, teils sehr romantischen (Wein-)Orte.

Pittoresk: Die Kirchenburg in Mönchsondheim. Foto: Dörte Kluth

Zusammen mit dem guten fränkischen Essen und den passenden Tropfen ist diese Mehrtagestour etwas für echte Wandergenießer und Genusswanderer!

Die Steigerwaldtouristik (Kontaktdaten auf der Steigerwald-Panoramaweg-Homepage) organisiert auf Wunsch Übernachtungen und Gepäcktransport. Alles hat reibungslos geklappt, die Gastgeber sind durchweg angenehm bis großartig. Mit einer Ausnahme: Das Center Hotel Mainfranken in Bamberg ist zwar formal in Ordnung und das Personal freundlich und hilfsbereit, für den Abschlussabend aber leider eine Enttäuschung. Es liegt außerhalb des Stadtkerns in einer Einkaufszentrumsumgebung an Einfallsstraßen. Nicht gerade das, was wir uns auf der Wanderung unter dem eigentlich attraktiven Ziel Bamberg vorgestellt und gewünscht haben! Nun, das kann man ja umgehen.

Der Steigerwald Panoramaweg ist noch ein echter Geheimtipp, den ich meinen Wanderfreunden aus vollster Überzeugung uneingeschränkt empfehlen kann. Vielen Dank, lieber Konrad, für diese erlebnisreiche und wunderbare Konzeption!

Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 26. August 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Steigerwald Panoramaweg | Keine Kommentare

Kochersteig

An dieser Stelle möchte ich auf ein weniger bekanntes Wanderparadies aufmerksam machen: das Hohenloher Land. Die Touristik hat viel in die Infrastruktur investiert und dafür auch meinen Lieblingswanderführer
Dr. Konrad Lechner damit beauftragt, Mehrtagestouren zu entwickeln.

Entomologische Besonderheit: Wanderführer Konrad zeigt den Schmetterlingshaft, den er einmal im Rötelbachtal mit der Kamera erwischte. Foto: Roland Schmellenkamp

Das Ergebnis heißt Kocher-Jagst-Trail. Man kann diesen Rundweg in einem Rutsch durchlaufen (200 km, 10 Tagesetappen). Oder in Teilen, die eigene Bezeichnungen tragen: Jagststeig (4 Tage), Bühlersteig
(3 Tage) und Kochersteig
(3 Tage). Gut durchdacht: Die einzelnen Teile haben am Anfangs- und Endpunkt jeweils einen DB-Bahnhof, so dass Anreise und Abreise problemlos möglich sind.

Foto: Roland Schmellenkamp

Den genauen Verlauf und die Beschreibungen der einzelnen Etappen finden Sie auf dem vorbildlichen Wanderportal wegpunkt, eine Initiative von Heinz Obinger, die gar nicht hoch genug geschätzt werden kann, ob von Wanderern, die reichlich Gebrauch machen von dem kostenlosen Angebot, oder von der Touristik. Besser kann man ein Wandergebiet nicht präsentieren!

Den Trail empfehle ich natürlich nicht einfach so! Zur offiziellen Eröffnungswanderung des Kochersteigs um den 1. Mai 2010 war ich dabei, und ich muss sagen: Die drei Tage haben mich begeistert!

Kocher-Jagst-Trail – der Name ist Programm: Das Wasser ist ein ständiger Begleiter der Wanderer. Foto: Roland Schmellenkamp

Ein liebliches, kuppiges Land, wo man immer mal wieder auf naturbelassenen Pfaden abtaucht in romantische Schluchten. Dann geht es wieder mit weitem Blick über die Hohenloher Ebene. Im Frühling können sich Pflanzenfreunde über blühende Schätze freuen, wie Aronstab, Haselwurz und Einbeere. Im Juni, wenn die Wiesen blühen, muss ich – gerade als Insektenfan – unbedingt noch einmal dorthin!

Beim Bühlersteig arbeitet Konrad noch an ein paar Kleinigkeiten, und so ist der Kocher-Jagst-Trail auf dem besten Wege zum Premiumsiegel.


Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 1. Juni 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Kochersteig | 1 Kommentar

Murgleiter

Die Murgleiter – was für eine Tour! Drei Tage mit 2600 Höhenmetern von Gernsbach in den Wanderhimmel von Baiersbronn, und das bei Niesel und Nebel. Eine Herausforderung für meine Himmelfahrtswanderer! Doch ich bin stolz auf sie: Sie haben es geschafft, (fast) immer bei guter Stimmung, wenn auch nicht ganz ohne Blessuren. Jetzt erst recht: Glückwünsche!

Meine tapfere Wandertruppe, gut gerüstet gegen Niesel und Nebel. Foto: Silke Kluth

Die erste Etappe von Gernsbach nach Forbach ist ein wahr gewordener Wandertraum. Auf dem Weg durch attraktive Mischwälder, an Felsen vorbei und entlang romantischer Heuhüttenwiesen lassen die gut 1000 Höhenmeter leicht bewältigen.

Der Verlauf am zweiten Tag von Forbach nach Schönmünzach wartet mit einem lustigen Waldlehrpfad und eindrucksvoller Wasserkraft auf, führt jedoch leider oft über breite Forstautobahnen.

Kühl, aber idyllisch: Vesperpause am Huzenbacher See. Foto: Silke Kluth

Dafür entschädigt die dritte Etappe von Schönmünzach nach Baiersbronn. Ab dem Huzenbacher See wird es abenteuerlich mit kniffligen Kletterpfaden hinauf zum einmaligen Seeblick. Durch typischen schwarzwälder Fichtenwald geht es mit großartigen Aussichten und teils durch quatschig-matschige Hochmoore Baiersbronn entgegen.

Geschafft: 66 Kilometer und 2600 Höhenmeter in drei Tagen! Foto: Friedrich Kluth

Im idyllischen Tonbachtal muss eine Entscheidung fallen: noch 3,5 km geradeaus oder 4,5 km zum Murgleiter-Wanderportal? Halten Sie durch! Statt über Asphalt entlang der Straße führt der Endspurt auf der Murgleiter über Wald- und Waldrandwege genau dahin, wo man hinmöchte – zum Bahnhof Baiersbronn. Der “Umweg” lohnt sich also.

Als Unterkünfte möchte ich wärmstens empfehlen:

In Forbach: Pension Gerbes. Wanderer werden herzlichst empfangen und, falls nötig, mit Zeitung zum Ausstopfen der durchnässten Wanderstiefel versehen. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt!

Für das Abendessen habe ich im Jägerstüble/Friedrichshof eine gute Erfahrung gemacht: Für jeden was dabei, schnell serviert, lecker gekocht, alle zufrieden!

In Schönmünzach: Hotel Carola. Die Zimmer sind zwar reichlich winzig. Dafür ist die Wirtin ein echtes Original, flott, witzig und kompetent, und der Wirt kocht prima.

In Baiersbronn: Hotel Pappel. Schöne Zimmer, sehr nette und persönliche Betreuung, eine leckere Speisekarte und ein toller Koch. Für die müden Knochen gibt es eine Sauna und einen Whirlpool.

Nicht zu vergessen: das vorbildliche Wanderinformationszentrum Baiersbronn. Schon bei der Planung war Frau Wörner sehr hilfreich. Zu meinem Erstaunen ist das Zentrum auch am Sonntag Morgen geöffnet. Herr Stoll schlug mir dann genau die richtige Abschlusstour für meine strapazierten Himmelfahrtswanderer am vierten Wandertag vor. Herzlichen Dank!


Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 19. Mai 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Murgleiter | 3 Kommentare

Markgräfler Wiiwegli

Diese Mehrtagestour bin ich schon zweimal gelaufen, das letzte Mal bislang im Oktober 2008, und zwar von Weil am Rhein bis nach Staufen. Beide Orte haben DB-Bahnhöfe und sind gut zu erreichen. Warum der Wanderweg weder auf Wanderbares Deutschland verzeichnet ist, noch ein Siegel hat, verstehe ich nicht: Er ist ein Genuss!

Das Markgräfler Wiiwegli – ein Oktobertraum! Foto: Silke Kluth

Das Markgräfler Wiiwegli ist sehr abwechslungsreich und führt durch Reben, Obst, Wald, Weiden und Wiesen durch eine liebliche Landschaft. Die besten Zeitpunkte sind im Frühjahr zur Obstblüte und, natürlich, im Herbst zur Laubfärbung.

Empfehlen möchte ich dringend, kurz vor Schliengen einen Schlenker nach Mauchen zu machen und im Gasthof Krone einzukehren. Er gehört zum Weingut Lämmlin-Schindler, dessen Weine Sie ebenfalls probieren sollten!, und hat eine (Vesper-)Karte ganz nach meinem Geschmack!

Wandertraum an einem nebligen Oktobermorgen. Foto: Silke Kluth

Den genauen Verlauf und die Etappenziele inklusive Höhenprofile finden Sie hier: Markgräfler Wiiwegli.

Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 19. Februar 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Markgräfler Wiiwegli | Keine Kommentare

Daumen runter!

Wie der Mehrtageswanderweg Burgenweg/Bergstraße es auf die Übersichtskarte (Nr. 64) der Plattform Wanderbares Deutschland gebracht hat, kann ich nicht nachvollziehen: Er hat mich im Frühjahr 2008 nicht sehr begeistern können, und das lag nicht nur daran, dass der erste Tag (ein 1. Mai) mit der Weinlagenwanderung und dem Vatertag in einen Wanderstau führte.

Sicher: Man läuft sozusagen am “Balkon” mit Blick auf das Rheintal entlang und trifft auf allerhand Burgen und solche die es einmal waren. Doch die Aussicht auf die Industrie ist ebensowenig berauschend wie die vielen breiten “Waldautobahnen”, über die der Weg führt. Da ziehe ich das Markgräfler Wiiwegli, auch eine “Balkonwanderung”, allemal vor!

Immerhin: Kulinarisch war die Wanderung fast durchweg ein Genuss!

Nougatpralinen! Lecker..... Foto: Walter

Nougatpralinen – Lecker! Foto: Walter

Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 19. Februar 2010 | Abgelegt unter Daumen runter!,Empfehlungen | Keine Kommentare

Donauberglandweg

Eine viertägige Wanderung, die das Premiumprädikat verdient hat!

Dramatische Stimmung vor der Josefskapelle. Foto: Walter

Sie beginnt in Gosheim, das per Bahn und Bus gut zu erreichen ist und geht über die Etappenziele Spaichingen, Mühlheim und Fridingen zum Kloster Beuron. Von dort kommt man mit der Bahn auch prima wieder weg.

Ein Distelfalter tankt Nektar auf einer Flockenblume. Foto: Walter

Jeder Tag ist ein Highlight – mal sind es herrliche Magerwiesen oder schöne Waldwege und -Pfade, dann wieder Höhlen (Führung in die Kolbinger Höhle lohnt sich!) und sagenhafte Ausblicke auf und von Felsen ins Tal der jungen Donau. Der beste Zeitpunkt für diese Wanderung ist Mitte bis Ende Juni, kurz bevor die Magerwiesen geschnitten werden und in voller Blüte stehen. Wir waren Ende Mai unterwegs, und auch dann schon sehr begeistert von der Natur und der abwechslungsreichen Wanderung.

Den genauen Verlauf des sehr gut beschilderten Wanderwegs und die einzelnen Etappen finden Sie unter www.donaubergland.de oder in diesem Taschenführer Donauberglandweg_Taschenfuehrer.

Zur Übernachtung kann ich die folgenden Unterkünfte wärmstens empfehlen:

Durchblick am Berghang. Foto: Walter

Spaichingen: Kameralamt. Ist ganz schnuffelig, einschließlich der Wirtsleute (der Wirt hat sich schier dafür verantwortlich gefühlt, dass es während des Frühstücks ständig geregnet hat und uns mehr bedauert als wir selber).

In Mühlheim an der Donau ist sowohl das Hotel Krone (gediegen, Hausmannsküche), als auch das Hotel Hirsch (feiner, trotzdem preiswert, leckere Speisekarte) prima. Wir hatten Glück und Nachtwächter Siggi machte just an dem Abend, als wir dort einfielen, eine Führung. Empfehlenswert!

Für Fridingen lautet mein Tipp: Gasthaus Löwen. Schöne Zimmer, schöne Stube, toller Koch, super Speisekarte und Wirtin mit Unterhaltungswert.
Familie Schnell
Gasthof Löwen
Mittlere Gasse 3
78567 Fridingen
Tel. 0049 -(0)7463 – 9942 0

Print Friendly Print Get a PDF version of this webpage PDF

Geschrieben von Silke am 19. Februar 2010 | Abgelegt unter Donauberglandweg,Empfehlungen | Keine Kommentare