Monatsarchiv für Mai 2010

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Aktion Naturerlebniswoche

Eigentlich sind Wanderangebote für Erwachsene eher mein Ding.

Stefan probiert aus, ob die Unterschiede der Schüttel-Geräusche für das "Finde-deinen-Partner-Spiel" deutlich genug sind. Foto: Silke Kluth

Doch bei “Naturerlebnis” denken Erwachsene gerne: “Oh, das ist was für meine Kinder!”. Da ich der Einladung der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg, etwas zur Naturerlebniswoche beizusteuern,  jedoch folgen wollte, dachte ich mir etwas aus, bei dem beide, die Erwachsenen und die Kinder, ihren Spaß haben sollten. Schon die Vorbereitung entpuppte sich als Herausforderung.

Anprobe der Batman-Maske. Foto: Stefan Müller

Die Becher für das “Finde-deinen-Partner-Spiel” aufzutreiben, war ja noch einfach. Aber wie bekommt man Kinder dazu, sich die Augen verbinden zu lassen, um als “blinde” Fledermaus Signale auszusenden, damit sie die zurückkommenden Echosignale der “Nachtfalter” einfangen können? Mein Lebensgefährte Stefan hat’s gewusst: Die Augenbinde muss eine Batman-Maske sein.

Was steckt in der Laubstreu? Foto: Roland Schmellenkamp

Dankenswerterweise fanden sich in meinem privaten Wandernetzwerk “Hiking Open” zahlreiche Versuchskaninchen für einen Test, an denen ich meine Ideen überprüfen konnte. Ganz schön schwierig, Erwachsene und Kinder unter einen Hut zu bringen! Da musste mancher Erwachsene kräftig mithelfen…

Für die eigentliche Aktion engagierte ich also zur Unterstützung zwei Väter, die mir bei der Vorbesprechung noch wertvolle Ideen lieferten. Auch Hubert Röderer, Redakteur der Badischen Zeitung, unterstütze mich durch einen langen Artikel und mehrere Hinweise auf meinen großen Tag. Das brachte mir etliche Klicks bei Wanderrosinen.de und einige Mitwanderer ein. Auch hierfür herzlichen Dank!

Es war wunderbar! Die Kinder machten super mit und hatten einen Riesenspaß, vor allem beim Aufspüren der Kreaturen in der Laubschicht. Eine großartige Erfahrung für mich! Die Erwachsenen gaben derweil interessierte Zuhörer und Mitmacher ab. Besonderen Anklang – im wahrsten Sinne des Wortes – fand das “Finde-Deinen-Partner-Spiel”, bei dem sich jeder einmal mit jedem mittels Becher-Schütteln “unterhielt”. In null Komma nichts hatten sich alle “Pärchen” gefunden.

Eine solche Wander- und Naturerlebnisgruppe kann man sich als Wander- und Naturführer nur wünschen! Meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Den Blitzkurs in Nadelgehölzkunde haben alle bestanden. Foto: Roland Schmellenkamp

Bei Ameisens ist ja vielleicht was los! Foto: Stefan Müller

Was kreucht denn da? Foto: Stefan Müller

Die Waldklassenzimmer. Foto: Stefan Müller

Fängt die Fledermaus alle Nachtfalter? Foto: Stefan Müller

Das zufriedene Naturerlebnis-Team 2010 an der Wolfsgrube: Naturführerin Silke mit ihren "Assistenten" Carsten und Felix. Foto: Stefan Müller

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Geschrieben von Silke am 24. Mai 2010 | Abgelegt unter Mein Tour-Archiv,Naturerlebniswoche | 1 Kommentar

Murgleiter

Die Murgleiter – was für eine Tour! Drei Tage mit 2600 Höhenmetern von Gernsbach in den Wanderhimmel von Baiersbronn, und das bei Niesel und Nebel. Eine Herausforderung für meine Himmelfahrtswanderer! Doch ich bin stolz auf sie: Sie haben es geschafft, (fast) immer bei guter Stimmung, wenn auch nicht ganz ohne Blessuren. Jetzt erst recht: Glückwünsche!

Meine tapfere Wandertruppe, gut gerüstet gegen Niesel und Nebel. Foto: Silke Kluth

Die erste Etappe von Gernsbach nach Forbach ist ein wahr gewordener Wandertraum. Auf dem Weg durch attraktive Mischwälder, an Felsen vorbei und entlang romantischer Heuhüttenwiesen lassen die gut 1000 Höhenmeter leicht bewältigen.

Der Verlauf am zweiten Tag von Forbach nach Schönmünzach wartet mit einem lustigen Waldlehrpfad und eindrucksvoller Wasserkraft auf, führt jedoch leider oft über breite Forstautobahnen.

Kühl, aber idyllisch: Vesperpause am Huzenbacher See. Foto: Silke Kluth

Dafür entschädigt die dritte Etappe von Schönmünzach nach Baiersbronn. Ab dem Huzenbacher See wird es abenteuerlich mit kniffligen Kletterpfaden hinauf zum einmaligen Seeblick. Durch typischen schwarzwälder Fichtenwald geht es mit großartigen Aussichten und teils durch quatschig-matschige Hochmoore Baiersbronn entgegen.

Geschafft: 66 Kilometer und 2600 Höhenmeter in drei Tagen! Foto: Friedrich Kluth

Im idyllischen Tonbachtal muss eine Entscheidung fallen: noch 3,5 km geradeaus oder 4,5 km zum Murgleiter-Wanderportal? Halten Sie durch! Statt über Asphalt entlang der Straße führt der Endspurt auf der Murgleiter über Wald- und Waldrandwege genau dahin, wo man hinmöchte – zum Bahnhof Baiersbronn. Der “Umweg” lohnt sich also.

Als Unterkünfte möchte ich wärmstens empfehlen:

In Forbach: Pension Gerbes. Wanderer werden herzlichst empfangen und, falls nötig, mit Zeitung zum Ausstopfen der durchnässten Wanderstiefel versehen. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt!

Für das Abendessen habe ich im Jägerstüble/Friedrichshof eine gute Erfahrung gemacht: Für jeden was dabei, schnell serviert, lecker gekocht, alle zufrieden!

In Schönmünzach: Hotel Carola. Die Zimmer sind zwar reichlich winzig. Dafür ist die Wirtin ein echtes Original, flott, witzig und kompetent, und der Wirt kocht prima.

In Baiersbronn: Hotel Pappel. Schöne Zimmer, sehr nette und persönliche Betreuung, eine leckere Speisekarte und ein toller Koch. Für die müden Knochen gibt es eine Sauna und einen Whirlpool.

Nicht zu vergessen: das vorbildliche Wanderinformationszentrum Baiersbronn. Schon bei der Planung war Frau Wörner sehr hilfreich. Zu meinem Erstaunen ist das Zentrum auch am Sonntag Morgen geöffnet. Herr Stoll schlug mir dann genau die richtige Abschlusstour für meine strapazierten Himmelfahrtswanderer am vierten Wandertag vor. Herzlichen Dank!


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Geschrieben von Silke am 19. Mai 2010 | Abgelegt unter Empfehlungen,Murgleiter | 3 Kommentare